Anti-Stress-Verordnung

IMG_0461Im Frühjahr brachten Hamburg und fünf weitere Bundesländer eine “Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit” in die Länderkammer ein, der an den Bundestag weitergeleitet wurde.

 

Alarmierende Zahlen lassen aufhorchen
Nach Schätzungen der Länder belaufen sich die Kosten psychischer Erkrankungen auf insgesamt über 43 Milliarden Euro. Eine Summe, die stetig nach oben tendiert. Allein im Jahr 2011 beläuft sich die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage durch psychische Leiden auf 52 Millionen. Erschreckend dabei ist, dass allein in den letzten fünf Jahren die Zahl um etwa 80% angestiegen ist. Den größten Teil der Frühverrentungen machen psychische Erkrankungen aus. Das Durchschnittsalter hierbei liegt gerade mal bei 48 Jahren!

Gründe für psychische Erkrankungen
Als Ursache für psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz werden monotone Arbeiten, Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit, Mobbing, mangelnde Anerkennung und Fehlverhalten von Vorgesetzten angegeben.

Wie kann dem abgeholfen werden?
Die Arbeitsgeber sollen mit dieser Verordnung in die Pflicht genommen werden, um Schutzmaßnahmen zu treffen, die psychische Belastungen am Arbeitsplatz ausschließen. Dazu gehört auch die Befragung der Beschäftigten, die Auskunft über Missstände im Betrieb geben können.
Teil der Verordnung ist, dass eine Gefährdung der psychischen Gesundheit weitest möglichst vermieden wird. Hier wird auf Pausen und Ruhezeiten hingewiesen.

Wie reagiert die Politik auf dieses Probelm?
Leider konnte sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit diesem Anliegen nicht durchsetzen.
Hans-Jürgen Urban, Vorstandsmitglied der IG-Metall, unterstützte die Länder. Laut seiner Aussage habe seine Organisation schon im Sommer 2012 den Entwurf einer „Anti-Stress-Verordnung“ vorgelegt.

Kann eine Anti-Stress-Verordnung Verbesserungen schaffen?
Die Belastungen der modernen Arbeitswelt würden mit Durchsetzung dieser Verordnung dem Arbeitsschutzrecht angepasst.

Appel an die Ministerin
Arbeitsministerin von der Leyen ist aufgefordert, die schon seit langem überfällige Verordnung auf den Weg zu bringen.

Quelle: Süddeutsche de.
 

Ihre Meinung ist gefragt:

Was gehört in eine Anti-Stress-Verordnung, damit Arbeitnehmer vor psychischem Druck geschützt werden?

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