Metapher bei Partnerschaftskonflikten

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Es war einmal ein Vögelchen, das flog den ganzen Tag umher, um Nahrung für den Nachwuchs zu beschaffen. Irgendwann war der Nachwuchs groß und konnte selber für sich sorgen. Erschöpft von den Anstrengungen des Tages flog das Vögelchen auf seinen von ihm auserkorenen Baum, schaute auf das leere Nest und empfand eine tiefe Ruhe und Zufriedenheit dabei. Eben noch hörte es die Geräusche aus dem Wald, doch bald darauf schlief es vor lauter Müdigkeit ein.

Eigentlich wollte es in das Nest fliegen, um dort neben seinem Partner zu schlafen, aber es konnte sich nicht dazu aufraffen.

So ging es eine lange Zeit.

Wenn das Vögelchen morgens aufwachte, verspürte es keine Lust, wieder los zu fliegen. Es war einfach noch zu müde. Wahrscheinlich lag es daran, dass es nicht in seinem Nest geschlafen hatte. Zu gern würde es wieder dort schlafen, aber die vielen Vogelfedern der Jungen, die dort noch drin lagen sowie die Eierschalen, aus denen die Jungen geschlüpft waren, lagen noch im Nest.

Nachdem das Vögelchen erkannt hatte, was es daran hinderte, es sich  im Nest in der Nacht gemütlich zu machen, beschloss es, alle Federn und Eierschalen zu beseitigen und als nächsten Schritt, das  Nest mit frischen Moos auszulegen, damit es sich mit seinem Partner dort wieder wohl fühlen konnte.

So ist es dann auch geschehen.

Aber es stellte sich auch noch etwas anderes als positive Folge der Veränderung ein:

Dadurch, dass das Vögelchen wieder nachts im Nest schlief, war es nicht nur morgens erholter, sondern die Beziehung zum Partner wurde wieder inniger, was wiederum zu mehr Energie und Leichtigkeit im Alltag führte.

So lebten sie noch viele Jahre zusammen in Glück und Harmonie.

Hildegard Schäl

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