Unterschiede zwischen Depression und BurnOut

Depressionen und BurnOut sind in den Symptomen ähnlich. Deshalb kommt es hierbei häufig zu Verwechslungen, weshalb viel zu oft als Diagnose „BurnOut“ gestellt wird.

Die Diagnose „Depression und BurnOut“ ist   zutreffender als „Depression durch BurnOut“.

Treten Konflikte am Arbeitsplatz auf oder man ist permanentem Dauerstress und Überforderung ausgesetzt, kann es zu einer Erschöpfungsdepression kommen. Diese andauernde Belastungssituation führt dann zu den dafür typischen Symptomen wie z.B. Energielosigkeit, innere Unruhe, Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen. Aber auch alle Symptome, die bei einer Depression vorkommen, sind ebenso anzufinden. Der Betroffene fühlt sich in einer tiefen Stimmungslage, aus der er sich aus eigenen Kräften nicht mehr befreien kann. Hier wird jedoch mit einem Stimmungstief eines „normalen Gefühls“ unterschieden, womit jeder von uns in seinem Leben schon mal konfrontiert wurde. Die Reaktion auf Probleme, die immer wieder im Alltag vorkommen können, zeigen sich in Gefühlen der Traurigkeit, Erschöpfung und Mutlosigkeit. Sobald sich die Konflikte oder Probleme auflösen, verschwinden auch die belastenden Gefühle.

In unserer heutigen Zeit wird sehr schnell der Begriff „BurnOut-Syndrom“ benutzt. Dieses „Ausgebrannt“ sein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit und permanenter Überlastung, der in unserer Gesellschaft mehr Anerkennung findet als eine Depression. Wer ausgebrannt ist, hat schließlich vorher für etwas gebrannt. Wer aber seinen Mitmenschen erzählt, er habe eine Depression, wird bemitleidet oder gar belächelt und gilt als schwach. Sicherlich fühlt sich derjenige auch den Symptomen einer Erschöpfungsdepression entsprechend, doch allzu schnell wird hier eine Ursache in den Vordergrund gestellt, wobei an der Entstehung einer Depression mehrere Ursachen maßgeblich beteiligt sind. Was von den Betroffenen als „BurnOut“ fehlinterpretiert wird, kann eine depressive Episode sein, die sich hinter einer Erschöpfungsdepression zeigt. Dieses äußert sich in vermindertem Antrieb und Kraftlosigkeit, die zur Erschöpfung und Überforderung führen.

Was ist eine Depression?

Der Erkrankte leidet unter einem andauernden Stimmungstief und Hemmungen ohne erkennbaren Grund,  aus dem er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann. Im Volksmund wird die Depression auch als „Gemütskrankheit“ bezeichnet. Der Betroffene fühlt eine ausgeprägte Leere, ist hoffnungs- und antriebslos.  Auch Ängste sind Bestandteil dieser Erkrankung, welche die Lebensqualität deutlich herabsetzt. Diese Gefühle beeinträchtigen  die Lebensfunktionen, die zu Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Libidoverlust und Konzentrationsstörungen führen. Die körperlichen Symptome zeigen sich in Kopf- und Rückenschmerzen oder auch in Magen- und Darmbeschwerden. Diese Beschwerden treten zu bestimmten Tageszeiten verstärkt auf. Ganz typisch hierfür gilt das „Morgentief“, welches sich zum Abend hin leicht verbessert.

Diagnose einer Depression

Aus Scham gehen viele Betroffene nicht zum Arzt. Hier sollte mehr Aufklärung stattfinden, denn schließlich ist eine Depression nichts, wofür man sich schämen müsste, sondern eine Krankheit wie andere auch. Neben Herzinfarkten und Krebs gehört die Depression mit etwa vier Millionen Betroffenen allein in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Je eher eine Depression diagnostiziert wird, umso besser ist es für den Betroffenen, um Schlimmeres wie z.B. einen  Suizid (Selbsttötung) zu vermeiden.

 
 
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